Die Geschichte der Chuchi Gaggenau – Murgtal

Alles begann mit einer  Einladung von Edgar Nufer. Zeitgleich erschien eine Zeitungsanzeige: „Wer hat Interesse an der Gründung eines Clubs der Hobbyköche?“ Sieben interessierte Männer trafen sich im November 1974   zu einem  Vorgespräch im Gaggenauer „Bistro“.

Die Idee, einen solchen Club zu gründen, hatte Edgar von seinem Freund und Studienkollegen „Safe“. Karcher  von unserer späteren Patenchuchi Villingen bekommen. Dieser Club lud dann auch  die späteren Gründungsmitglieder unserer Chuchi zu sich ein, damit diese den Ablauf eines Kochabends näher kennenlernen konnten.

Augenscheinlich waren diese Eindrücke sehr positiv, denn schon im März 1975 fand der erste eigene  Kochabend in der Schulküche der Eichelbergschule in Gaggenau -  Bad Rotenfels statt. Die Aufnahme in den CC – Club Deutschland  sowie das „Gründungsessen“ erfolgten im Januar bzw. im April 1976.

Die seinerzeitigen Gründungsväter der Chuchi Murgtal – Gaggenau waren: Fernando Arcari, Klaus Fehringer, Werner Haizmann, Rüdiger Löbbecke, Edgar Nufer, Jürgen Österle, Eberhard Pieper, Jupp Schmitz und Bodo Sinzinger. Als Chuchichef wurde Edgar Nufer gewählt. Von den genannten sind heute noch 4 Brüder, nämlich Bodo, Eberhard, Edgar und Rüdiger  Mitglieder der Chuchi.

Bereits im Oktober 1977 wurde das neue Domizil in der Ausstellungsküche des Küchengeräteherstellers „Gaggenau“ bezogen. Die  Gruppe um Edgar entwickelte sich dynamisch. Neue Mitglieder wurden aufgenommen, und wir nahmen an diversen regionalen und überregionalen Veranstaltungen teil. Ausflüge und Reisen auch gemeinsam mit den Damen fanden statt, wobei Irland das herausragende Reiseziel wurde.

Eine Traditionsveranstaltung der Chuchi, die bis heute regelmäßig statt findet, wurde im November 1978 ins Leben gerufen: das Kochen  für die Bewohner des  Helmuth – Dahringer – Hauses, dem größten Seniorenheim im Landkreis Rastatt. Zusätzlich verwöhnen wir die „holde Weiblichkeit“  von Anbeginn an regelmäßig und standesgemäß mit einem großen Festessen am Jahresende; entweder selber kochend, oder als Einladung in ein entsprechendes Restaurant durchgeführt.

Diese frühen Jahre waren zusätzlich durch einen sehr engen Kontakt mit unserer Patenchuchi in Villingen gekennzeichnet. So vergingen die ersten 10 Jahre wie im Fluge und im Oktober 1985 wurde dieses Jubiläum mit einem festlichen Bankett würdig begangen.  Zwischenzeitlich hatten auch schon einige Kochprüfungen statt-gefunden, und die Brüder durften sich als sichtbares Zeichen für den erreichten Leistungsgrad mit dem roten Hummer an unterschiedlich farbigen Bändern schmücken.

Der 152. CC am 13. 12. 1990 war auch der Tag, an dem Dr. Joachim („Jogi“) Hofbauer Edgar im Amt als Chuchichef nachfolgte. Aus heutiger Sicht endete mit diesem Wechsel auch die, vom Gründer Edgar geprägte, Aufbauphase unserer Gemeinschaft.

Die Chuchi verbesserte weiter kontinuierlich ihre Leistungsstärke und Professionalität – auch geprägt durch den großen Sachverstand und die hohe Erwartungshaltung des neuen Chuchichefs an seine Brüder. Zusätzlich war der Club weiterhin aktiv, reiste gern und  häufig  (natürlich auch wieder nach Irland), absolvierte Kochkurse  oder besuchte Top – Gastronomen  und bekannte Weingüter, einfach um sich weiter zu bilden und zusätzlich intensiv zu genießen.

Im Dezember 1994 fand ein weiterer Ortswechsel statt: die Küche der Gaggenau – Werke  war nun Vergangenheit, und mit neuem Schwung durften die Räumlichkeiten in der Firma „Protektor“ bezogen werden.  Unser Bruder Walter Maisch hatte die Türen zu seiner Firma weit geöffnet und zusätzlich die Küchentechnik großzügig und professionell modernisieren und  erweitern  lassen.  Hier ist die Chuchi bis heute zu Hause.

1995 wurde  Jogi als Groß – Löffelmeister Mitglied im Kapitel, unserem Bundesvorstand gewählt,  dem er bis heute aktuell in der Funktion als Großkanzler angehört. Aki wurde im Mai 2010 zum Ordensoberen berufen; er gehört somit zum Aufsichtsrat unserer Bruderschaft.

Auch um Ämterhäufung zu vermeiden, gab es den dritten Chef in der Geschichte der Chuchi: Axel („Aki“) Müller übernahm 1998 die Leitung und setzte konsequent, zielstrebig und einfühlsam den eingeschlagenen Weg  der Leistungssteigerung fort, ohne dabei den geselligen  und engen freundschaftlichen Part zwischen den Brüdern und Schwägerinnen zu vernachlässigen.

Viele  interessante, teilweise hochklassige  Kochabende, gemeinsame Ausflüge und Reisen, wie z. B. auf die Berghütte von  Rainer,  spektakuläre Segeltörns im Mittelmeer, welche von Edgar initiiert und durchgeführt wurden, kulturelle Veranstaltungen, Seminare und natürlich auch diverse Festlichkeiten reihten sich weiterhin wie Perlen auf einer Schnur aneinander.

Das 20-jährige Bestehen des Clubs mit einem großen Galaabend im Schloß Rotenfels im Februar 1996 begangen, zählte zu einem der vielen Highlights dieser Zeit. Unser 25-jähriges Jubiläum, erstmalig  komplett eigenständig und in unserem zu Hause bei Protektor durch die Brüder gestaltet, war das Großereignis des Jahres 2001.

Wesentlich bedingt durch familiäre Bande hat sich in den letzten Jahren ein sehr enger Kontakt zu unseren Kochbrüdern der  Sachsenwald  - Chuchi in Reinbek aufgebaut. Gegenseitige regelmäßige Besuche in Reinbek oder im Murgtal haben diese schöne Freundschaft stetig wachsen lassen.

Das 30-jährige Clubjubiläum wurde von den Brüdern und Schwägerinnen beim 2 Sternekoch Harald Rüssel im Landhaus St. Urban, ganz in der Nähe von Trier gefeiert. dieses Mal  im allerengsten Kreis aber nicht minder stimmungs- und qualitätvoll.

Nach ebenfalls fast 10-jähriger Amtszeit übergab Aki im April 2008 das grüne Band des Chuchichefs an Helmuth.

Aktuell hat die Chuchi 14 Mitglieder:

Helmuth Balser GMdC, CL; Michael Deck MdC; Hans-Jürgen Graf MdC; Dr. Joachim Hofbauer GMdC, GK; Dr. Friedrich Kraner MdC; Rüdiger Löbbecke GMdC; Walter Maisch MdC; Axel Müller GMdC, OO; Bernd Nufer Apprenti; Edgar Nufer GMdC; Eberhard Pieper GMdC; Michael Schiel CdC;  Bodo Sinzinger MdC;

Dr. Rainer Walz MdC

 

Mehr als 35 Jahre, mehr als 380 Kochabende und ungezählte, durch Freude und Leidenschaft am gemeinsamen Hobby geprägte Events liegen nun schon hinter den Brüdern und Schwägerinnen der Chuchi Gaggenau – Murgtal. Über all die Jahre hinweg war nicht nur der enge Kontakt der Brüder, sondern auch das mehr als nur positive Verhältnis der Schwägerinnen untereinander und ihre Einstellung gegenüber der Leidenschaft ihrer Männer für die Bruderschaft Erfolgsgarant für Bestehen und Entwicklung unserer wunderschönen Gemeinschaft, und so soll es auch in der Zukunft bleiben!!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>